Steigende Ölpreise ergeben Inflation, nicht Rezession

OK, die Zusammenfassung in der Überschrift ist zwar etwas sehr kurz, aber im Endeffekt das Ergebnis einer Untersuchung. Diese hat die Einflussfaktoren auf den Ölpreis untersucht sowie die Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Bei den Einflussfaktoren auf den Preis ist die Nachfrage nach Öl der entscheidende Einflussfaktor (und nicht das Angebot und nicht die Spekulation).

Das erklärt auch, warum die übliche Theorie, dass steigende Ölpreise schlecht für die Wirtschaft sind, auch in dieser Untersuchung nicht belegt werden konnte. Auf Sicht von einem Jahr sind überhaupt keine negativen Effekte auszumachen, auf etwas längere Sicht nur schwache. Denn wenn die Ölpreise wegen des starken Wirtschaftswachstums (= hohe Nachfrage nach Öl) steigen, tja, dann steigen logischerweise die Ölpreise exakt dann, wenn die Wirtschaft eh robust ist und es die Wirtschaft nicht sonderlich juckt.

Die Gefahr, die von steigenden Ölpreisen ausgeht, ist die Inflation. Denn da schlägt ein steigender Ölpreis immer zu. Und wenn die Inflation zu hoch ist, bedeutet das hohe Leitzinsen. Diese entfalten dann natürlich indirekt die bremsende Wirkung auf die Wirtschaft, die man dem steigenden Ölpreis immer zuschreibt. Aber eben nur indirekt und eben auch deutlichst zeitverzögert. Denn ein steigender Ölpreis führt erst verzögert zu steigenden Preisen. Diese führen erst verzögert zu steigenden Leitzinsen, durch die nochmals verzögert das Wirtschaftswachstum schwächer wird.

Econbrowser: New study of the determinants of oil prices

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