Anatomie einer Immobilienkrise

USA 1990 -1992:

New York Times: Case-Shiller Index 1990 vs. 2007.

Manchmal behaupte ich ja hier ziemlich flapsig Sachen, die aber in den allermeisten Fällen ziemlich gut belegt sind, die ich aber (weil ich auch irgendwie noch arbeiten muss) nicht mit Quellen bzw. Links belegen kann. Eine dieser bisher unbelegten Aussagen ist "Die US-Immobilienkrise ist noch nicht vorbei, weil die bisherigen auch immer länger dauerten und die Preise tiefer fielen".

OK, in der Grafik oben sieht man auch nur den Vergleich mit der letzten Krise 1990-1992 (der sich dann noch drei Jahre Stagnation anschlossen) und nicht mit dem Durchschnitt aller Krisen, aber immerhin bietet der Vergleich schonmal ein gute Orientierung. Denn auch wenn es sich kaum jemand aktuell vorstellen will: Die Preise können noch stärker sinken, die Lagerbestände können noch weiter steigen und die Anzahl neugebauter Immobilien noch weiter zurückgehen.

Angesichts der hohen Zahl von Hypothekenschuldnern, denen demnächst der Reset, sprich die Anpasssung der Zinsen ihrer ach so cleveren Kreditkonstruktionen ins Haus flattert, kann ich die Hoffnung nicht nachvollziehen, dass es diesmal besser ausgehen soll. Die Ausgangslage ist aufgrund der wackligen Finanzierungen und der hohen Verschuldung alles andere als gut. Sollte der Arbeitsmarkt nachgeben, könnte es sogar schlimmer als normalerweise kommen. Bisher ist der Arbeitsmarkt allerdings überraschend stabil (sofern man den offiziellen Zahlen glaubt; wer nicht, The Return of NILF).

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