Smart Investor wird pessimistisch ...

Mit großem Abstand meine Lieblingslektüre im deutschsprachigen Bereich, der Smart Investor (nicht am Kiosk erhältlich), meint, dass wir noch einige böse Nachrichten bei den Asset Based Securities vor uns haben. Kann ich unterschreiben.

Was die Bafin treibt, die von der Deutschen Bank auf die Schieflage bei der IKB hingewiesen wurde (natürlich nicht ohne vorher die eigenen Kreditlinien glatt gestellt zu haben), frage ich mich auch oft. Die Bafin ist und bleibt ein zahnloser Tiger. Dazu noch ein unfähiger. Deutschland als Finanzplatz ist weiterhin eher eine Bananenrepublik, denn ein Weltklassestandort.

Eine Story zur Unfähigkeit der Bafin muss ich bringen. In der letzten Baisse fing die Bafin irgendwann (und wie üblich zu spät) an zu prüfen, ob Banken und Versicherungen eigentlich einen größeren Kursrückgang überleben würden. Die Ergebnisse waren klar: Ab einem bestimmen Niveau halt nicht mehr. Konsequenz der Bafin: Dann müssen die unsicheren Sachen (sprich Aktien) raus aus den Depots der Großanleger. Auf diese Idee kam die Bafin aber erst bei einem Stand von 3500 oder so. Mit der Konsequenz, dass z.B. die Allianz (obwohl sie nicht wollte und Aktien eigentlich auch schon für zu billig hielt) Aktien auf Teufel komm raus verkaufen musste. Das Ergebnis: Irgendwann ein Stand von 2220 im DAX.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Als sich andere Länder (vor allem die USA) Gedanken machte, wie man den Aktienmarkt denn wohl stützen könnte, sorgte die deutsche Überwachungsbehörde aktiv dafür, dass die Aktien weiter fielen! So unfähig kann man doch eigentlich nicht sein, oder?

Auf dem komplett ausgebombten Schnäppchen-Niveau hat die Unicredito dann die zweitgrößte deutsche Bank zu einem Preis gekauft, der alleine durch die Beteiligungen schon gedeckt war. Kurz: Die Hypovereinsbank gab's geschenkt!

Aber bitte - mit Sanio!

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