Was passiert, wenn man Triple-A-ABS verkauft?

Die große Frage, die man sich aktuell stellen muss. Wieviel Verluste stecken eigentlich in den bestbewertesten Anleihen?

Dass die Liquidität momentan sehr schlecht ist und daher der SachsenLB gerade die Möglichkeit fehlt, die Anleihen zu Geld zu machen, ist weithin bekannt. Dass heißt aber noch lange nicht, dass die SachsenLB auf 17,3 Milliarden Euro Verlust sitzt. Dann wäre die SachsenLB wohl Geschichte. Die SachsenLB dementierte sogar den Verlust von 500 Millionen. Also schätzt die SachsenLB den wahrscheinlichen Verlust noch niedriger ein.

Eine andere Indikation liefert jetzt Thornburg. Dieser in der Krise steckende US-Immobilienfinanzierer hat beim Verkauf von Triple-A-ABS im Wert von 20,5 Milliarden Dollar Verluste von 930 Millionen Dollar eingefahren. Auf die Summe gerechnet ein relativ bescheidener Verlust von weniger als 5%.

Jetzt kann es natürlich sein, dass Thornburg nur die guten Qualitäten verkauft hat, weil sich nur genau diese verkaufen ließen. Und der Schrott (oder Sondermüll) weiterhin in den Bilanzen schlummert. Auszuschließen ist das nicht. Aber ein positives Zeichen ist das allemal: Es gibt beste Qualitäten und diese werden auch noch in etwa wie beste Qualitäten bewertet UND diese lassen sich offenbar selbst in diesen extremen Zeiten zu Geld machen.

Mir scheinen die Medien oft auf die hohen Summen geil zu sein und den wirklichen Sachverhalt dahinter nicht wirklich richtig und deutlich darzustellen. So wie bei den Liquiditätszuschüssen auch, wo suggeriert wurde, dass die Notenbanken 50 Milliarden plus 30 Milliarden plus 90 Milliarden zu Verfügung gestellt haben. Dabei war ein großer Teil der Summe jeweils die Verlängerung des Kredits vom Vortag ...

Thornburg loses $930M unwinding portfolios

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