Bonität der US-Unternehmen wird immer schlechter ...

Das habe ich zwar vor langer Zeit schonmal geschrieben, aber damals haben dieses wunderbare Blog nur 3 Leute gelesen (ich auf der Arbeit, ich zu Hause und meine Freundin ;-) ). Da das Thema aber immer aktuell ist, erlaube ich mir, diesen (Hinweis) nochmal zu wiederholen (die FAZ bringt's ja auch, obwohl es eine olle Kamelle ist):

Bonität der Unternehmen auf dem Tiefstand

Die Anzahl der US-Unternehmen, die über eine gute Bonität von A oder besser verfügen, geht dabei immer weiter zurück:

1980: 50%
1988: 30%
1998: 17%
2007: 11%.

Das sind schon sehr beeindruckende Zahlen!

Im Gegenzug steigt natürlich der Anteil der Firmen, deren Kredite schon als spekulativ, wenn nicht gar gefährdet gelten müssen.

Wenn ich hier oft so skeptisch klinge, sind solche Fakten aber genau die, die einen eigentlich skeptisch machen müssen: In den USA läuft halt seit einiger Zeit einiges schief. Dort lebt scheinbar alles auf Pump: Privathaushalte, Firmen und nicht zuletzt der Staat. Das wird (irgendwann) böse enden.

Wenn heute immer so viel mit dem KGV argumentiert wird, greift das zu kurz. Denn früher steckten in den Bilanzen riesige Mengen Substanz (hohe stille Reserven), heute viel heiße Luft. Schuld daran sind auch mehrfach gelockerte Buchhaltungsvorschriften, nach denen Sachen, die früher zwangsweise abgeschrieben werden mussten, heute nicht mehr abgeschreeben muss. Damit entfällt nicht nur die Ursache für den Aufbau der stillen Reserven, sondern man weist gleichzeitig noch höhere Gewinne aus (Und: Bingo! Der Staat kann höhere Steuern kassieren).

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