Die Finanzmärkte bleiben (sehr) nervös

Und damit meine ich nicht in erster Linie die Aktienmärkte, sondern die Rentenmärkte.

Die Verwerfungen sind teilweise von historischen Ausmaßen und erreichen Dimensionen wie nach den Terroranschlägen von 11.9. Es gibt das eine Reihe Dinge, die normalerweise ziemlich parallel laufen, im Moment aber ziemlich auseinander. Die Spreads weiten sich an Stellen aus, die man niemals vorhergesehen hat (dass dreimonatige FED-Notes mit etwa 2,5% verzinsen, während Tagesgeld über 4% bringt, ist z.B. äußerst ungewöhnlich).

Interessanterweise haben die Maßnahmen der Notenbanken daran nichts geändert. Rein gar nichts.

Auch in London gibt es solche seltsamen Verwerfungen:

Credit Concerns Have Not Gone Away

Ich werde das Gefühl nicht los, dass trotz der Beruhigung an den Aktienmärkten, das ganze unter der Oberfläche mächtig weiter köchelt ...

Und über die "Bin-Laden-Puts" schreibe ich lieber nichts, sonst gelte ich endgültig als Perma-Bär-Weltwirtschaftskrisen-Verschwörungstheoretiker ...

Update (17:30):

EZB stellt wieder 42 Milliarden Sonderliquidität zur Verfügung und kündigt einen länger laufenden Tender an. Das war ich wohl mit der Proklamation, dass die Liquiditätskrise vorbei sei, zu voreilig und optimistisch ...

EZB pumpt abermals Milliarden in den Geldmarkt

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