Die Inflation ist nicht tot!

Auch wenn man nach der Leitzinssenkung der US-Notenbank das Gefühl haben könnte.

Ich habe bereits früher darauf hingewiesen, dass ich nicht sonderlich viel von den offiziellen Inflationszahlen halte und eigentlich noch viel weniger von der Berichterstattung in der Mainstreampresse. Ausserdem halte ich die viel beachteten monatlichen Inflationszahlen nicht für so wichtig wie die Börse sie oft nimmt. Ich schaue mehr auf die jährliche Änderung, was vor allem eine Betrachtung der Basiseffekte zulässt. Und die sind (auch das habe ich schon geschrieben) für die nächsten Monate ziemlich negativ. Die Ölpreise waren im letzten Herbst deutlich niedriger (etwa 60 Dollar statt fast 80 aktuell). Den daraus zu erwartenden Inflationsanstieg im Jahresvergleich habe ich mal auf etwa 0,5% geschätzt.

Jetzt könnt ihr das auch alles bunt und in Farbe haben:

Die Inflation meldet sich zurück

Das ist ein Artikel von Michael Englund, der Analyst bei Action Economics ist. Der Artikel erschien zuerst beim FAZ Kooperationspartner Business Week. Ich finde den Artikel nicht sonderlich übersichtlich (oder er ist schwach übersetzt). Irgendwann taucht ein "ebenfalls im 3-Monatsvergleich" ohne dass vorher einmal ein 3-Monatsvergleich angesprochen wurde. Ich schätze, dass die im Artikel genannten 3,9% Verbraucherpeisinflation auch genau das sind: Eine von den drei Monaten September bis November auf ein Jahr hochgerechnete Inflation. Ob das sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt. Meine Einschätzung allerdings, dass wir beim Verbraucherpreisindex wieder deutlich über 2% gehen werden, brauche ich nicht zu korrigieren. Und ob die Notenbank dann noch den Mut hat, weiter die Zinsen zu senken, wird man sehen.

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