Der Perma-Bär ist investiert. Und zwar noch immer.

Manchmal mag dieser Blog Weltuntergangsstimmung verbreiten, deshalb möchte ich diese Stelle nutzen, um auf einen tollen Artikel von Barry Ritholtz hinzuweisen:

Yeah! We're #79! (of 83 global bourses)

Darin beschreibt er sehr schön, dass man auch als Permabear investiert sein kann und zwar auch voll. Nur ist man anders investiert. Er investierte z.B. vor 5 Jahren in Energie-Aktien, vor 4 in Gold, vor 3 in Japan und vor zwei Jahren in Agrarrohstoffe. Das ist jetzt möglicherweise eine selbstbeweihräuchernde Auswahl, aber es zeigt sich, dass man zwar skeptisch sein kann, aber trotzdem voll investiert sein kann und dabei erfolgreich ist.

Daher finden sich in meinem Depot aktuell eigentlich nur Spezialsituationen (Primacom, HVB), Rohstoffe (Minefinders), etc. Ich denke gerade über Agraraktien nach. Man soll nicht nur immer über die steigenden Rohstoffpreise mosern, sondern vielleicht einfach davon profitieren. Ich bin mir nur noch sicher, in welches Zertifikat ich gehe ...

Kommentare :

  1. Wie gut für Barry, dass er als Bear nicht auch noch short gegangen ist (sonst wäre er nicht mehr da). Er war wohl ziemlich daneben mit seiner bearish-en Interpretation der realen Wirtschaft und auch der (US-Aktien)Börsen.

    Hoffentlich hat er trotzdem - wie er schreibt - an anderen Märkten gewonnen.

    Der Beitrag klingt aber auch ein bisschen nach Rechtfertigung so nach dem Motto "Hey Barry, stimmt: alles ist so düster, seit Jahren, aber die Aktien steigen, uh?" -- "Ja, alles ist düster, seit Jahren, und wir haben von den steigenden Assets profitiert, ok?".

    Ich erinnere mich auch noch an etwas anderem (und das trifft wahrscheinlich hier besser zu -- denn Ritholtz ist nicht von gestern): Es gibt Menschen, die Gescheites reden und dumm handeln, und Menschen, die Dummes reden (mögen) und gescheit handeln.

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  2. Jaja, wie wahr!

    Dein Kommentar erinnert mich irgendwie auch Leuschel, den ich ja mal irgendwo verteidigt habe. Weil er halt (obwohl es als Crashprophet gilt) doch immer bis zu 40% erstklassige Standardwerte im Depot hat (war 2000 bis 2003 nicht so falsch ...), immer etwas Gold (gut, da sind wir unterschiedlicher Meinung) und vor allem ganz gute Renditen mit langlaufenden Staatsanleihen eingefahren hat. Klar, hat sein Depot viel schlechter rentiert als eine reine Aktienanlage, sein Risiko war allerdings auch viel geringer. Für viele Kunden hochinteressant!

    Seit Leuschel allerdings nicht mehr aktiv ist (war zwischendurch mal ziemlich krank), sind seine Meinungen zugegeben ziemlich einseitig. Ja, ich lese mahnende Stimmen durchaus gerne, aber wenn sie nichts Neues enthalten, wird es auch irgendwann mal öde ...

    Ritholtz ist weit weg davon, öde und langweilig zu sein.

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