Der Wochenendüberblick zur US-Konjunktur

Verbrauchervertrauen der University Michigan unter den Erwartungen:

Consumer sentiment continues to slide

Stand 82,0 (erwartet 84,5) nach 83,4 im Vormonat.

Achtung: Das ist nicht das Verbrauchervertrauen des Conference Board, das ich normalerweise verfolge. Die Zahlen kommen erst am Ende des Monats. Interessant ist die Zahl trotzdem deshalb, weil eigentlich im September die große Subprime-Weltkrise schon wieder vorüber war. Der Verbraucher hat aber noch nicht positiv darauf reagiert.

Dass auch das Einbruch im oben genannten Verbrauchervertrauen nicht unbedingt etwas bedeuten muss, zeigt sich an den Einzelhandelsumsätzen. Diese sind überraschend stark um 0,6% gestiegen. Im Jahresvergleich errechnet sich ein Plus von 5%.

Retail sales surprisingly strong, growing 0.6%

ABER: Die Zahlen sind nicht inflationsbereinigt. Allein die Zusammenfassung muss schon skeptisch machen: "rising 0.6% on strong sales of gasoline, automobiles and food"

Das einzige Gute daran sind die Autoverkäufe. Die gestiegenen Umsätze beim Benzin und Lebensmitteln dürften ziemlich eng an den Preissteigerungen hängen. So ist das halt mit den offiziellen Statistiken in den USA: Wenn die steigenden Preise für Lebensmittel und Benzin weh tut, werden sie als Core Inflation rausgerechnet. Wenn die gut wirken (also z.B. in steigenden Einzelhandelsumsätzen) werden die drin gelassen. Auch wenn der Anstieg inflationsbereinigt möglicherweise nicht einmal einer ist.

Und die Produzentenpreise aus dem September kamen ebenfalls heute:

Kernrate +0,1%, Gesamtwert +1,1% (wie oben schon gesagt, die Energie- und Lebensittelpreise trieben die Gesamtrate nach oben).

PPI unexpectedly rises 1.1% on food, energy

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