Die US-Hypotheken und die kommenden Anpassungen

Reset: Für Computernutzer schon ein Albtraum (Daten futsch, mehrere Stunden Arbeit weg, etc.), für Hypotheken-Besitzer aber oft noch schlimmer: Der Zins-Reset, die Anpassung des variablen Zinses, führt oft zur Zwangsversteigerung.

Das Problem gab es schon immer, allerdings wurden diese variabel verzinsten Kredite von einer Ausnahme zu einem weit verbreiteten Produkt. Schlimmer noch: Am Anfang der Laufzeit wurden die Käufer mit unnatürlich niedrigen Zinsen geködert. Das war bei Leitzinsen von weniger als 2 % auch problemlos möglich. Dass diese Hypotheken irgendwann massiv teurer wurden, war abzusehen. Und diese Anpassungen kommen jetzt und werden uns auch das gesamte Jahr 2008 begleiten.

An dieser Grafik ist übrigens auch schön zu sehen, dass es nicht nur um Subprime-Hypotheken geht. Auch die Option-ARM-Hypotheken sind kritisch. Das sind Kredit, die mit einem variablen (und damit potenziell gefährlichem) Zins und zusätzlich noch mit optionaler Tilgung versehen sind. Es handelt sich also um Kredite, die im Zweifelsfall nie enden. Man kann sich jetzt ausrechnen, dass diese Kredite nicht an beste Schuldner vergeben wurden, sondern zum großen Teil an Leute, die die Tilgung nie leisten konnten und nie leisten werden. Früher war das anders, da gab es diese optionable Hypotheken vor allem für Geschäftsleute, die in einem guten Geschäftsjahr viel getilgt haben und in einem schlechten dann mal gar nichts. Der Anteil der guten Schuldner dürfte um einiges höher sein als bei den Subprime-Krediten, aber auch einen gut verdienenden Hauhalt kann ein Zinsverdopplung schnell aus der Bahn werfen.



gefunden über Distressing Picture of the Day

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