US-Immo: Neubaubeginne mehr als 30% im Minus

Ich hatte zwar versprochen, nicht mehr jedes Detail zu verfolgen, weil das alles nur das ist, was ich vermutet habe. Wenn der Immobilienmarkt einmal ins Trudeln gerät, ist das keine Sache, die sich in drei Wochen beruhigt. Der Immobilienmarkt ist ein Tanker. Nicht nur, weil er den größten Teil der Vermögens der US-Privathaushalte darstellt, sondern auch, weil er viel langsamer reagiert als die Finanzmärkte. Den Wertzuwachs bzw. -verlust sieht man erst beim Verkauf des Hauses, bei Aktien steht der jeden Tag in der Zeitung. Was sich bei einem Crash am Aktienmarkt in wenigen Stunden abspielen kann, dauert am Immobilienmarkt gut und gerne 2 Jahre.

Heute kamen die Zahlen zu den Housing Starts und den Hausbaugenehmigungen. Die Beginne waren mit minus 10 % im September sehr schwach und unter den (bereits niedrigen) Erwartungen. Wie schlimm die Lage ist, zeigt sich im Jahresvergleich, der inzwischen ein Minus von fast 31% anzeigt. Auch die absoluten Zahlen sind extrem schlecht. Die 1,19 Mio. Baubeginnen stellen ein 14-Jahres-Tief dar.

Die Zahlen zu den Genehmigungen spare ich mir im Detail, das grobe Bild ist aber das Gleiche: Sehr schwach.

Dass die Hypothekenbanken für 2008 einen weiteren Rückgang der neuen Hypotheken um 18% in 2008 und nochmal 6% in 2009 erwarten, zeigt das absolute und auch das zeitliche Ausmaß der Krise. Und die Hypothekenbanken haben garantiert kein Interesse daran, den Markt schwach zu reden ...

Die neuesten Zahlen zum Vertrauen der Hausbauer kamen ebenfalls heute: Naja, schwach. Rekordtief, etc. pp.

Ich bin wirklich gespannt, ob die US-Wirtschaft diese, auch im historischen Vergleich, tiefe Krise am Immobilienmarkt ohne Rezession überstehen kann.


September housing starts fall to lowest level in 14 years

0 Kommentare :

Kommentar veröffentlichen

Vielen Dank für Deinen Kommentar.

Related Posts with Thumbnails

egghats Amazonstore