Von B bis U: Neues aus der Buchstabensuppe der Banken

Gestern Bear Stearns mit 1,2 Milliarden Dollar Abschreibungen. Gerüchte über Barclays, inzwischen kam die Zahl: 2,7 Milliarden Dollar Subprime-Abschreibungen.

Die größte europäische Bank, die HSBC, kam ebenfalls mit Abschreibungen von 3,4 Milliarden Dollar (HSBC to take $3.4 billion charge over U.S. losses). Interessant dabei: Die Abschreibungen bei der HSBC kamen nur zu 700 Millionen aus Hypothekengeschäften, der große Rest kam aus dem normalen Kundengeschäft. Da müssen die Alarmglocken läuten, denn es zeigt sich ziemlich deutlich, dass die Kreditkrise aus dem Immobilienmarkt in den Gesamtmarkt schwappt. Kreditkarten stellen für den US-Verbraucher die letzte einfache Möglichkeit dar einen Kredit zu bekommen. Das wird genutzt, auch von Verbrauchern, die sich das gar nicht leisten können, weil sie entweder zu wenig verdienen oder eigentlich schon überschuldet sind. Wie mir scheint, ist das der letzte Ballon, in den die Kreditblase Luft geblasen hat. Und der scheint jetzt auch zu platzen ... Bye bye gutes Weihnachtsgeschäft.

Laut WSJ muss auch die UBS nochmal gut 7 Milliarden Dollar abschreiben und bei der Citigroup berichtet das WSJ über Gerüchte, dass selbst die bisher angekündigten 8 bis 11 Milliarden Abschreibungen für das vierte Quartal nicht ausreichen könnten ...

WSJ: Subprime Hits Seem Likely To Keep Coming (nur für Abonnenten)

Übrigens ist die HSBC nach dem Kursanstieg gestern (jaja, die Aktien reagieren im Moment auf 3 Milliarden Abschreibungen mit Kursgewinnen, weil es ja auch 30 hätten sein können ...) und der Schwäche der Citigroup-Aktie die wertvollste Bank der Welt. Wahrscheinlich bis irgendeine chinesische die alle überholt ...

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