Heuschrecken und Kasinokapitalismus

Ich rege mich ja manchmal über die gleichförmige Berichterstattung in der Mainstreampresse auf, die inzwischen in erschreckendem Maße von den Spin Doktoren beeinflusst zu sein scheint. Wie oft die einzige gute Zahl aus einem Schwall von Wirtschaftsindikatoren für die Schlagzeile herausgepickt wird, ist schon auffällig. Auch dass die Politiker der Presse bestimmte Themen auf's Auge drücken, ist üblich.

Da nimmt Müntefering das Wort Heuschrecke in den Mund und unisono wird das Lied von den ach so üblen Heuschrecken nachgesungen. Hundertfach. Dazu möchte ich dann gerne Kontrapunkte in diesem Blog setzen. Wie ich es bereits im letzten Herbst mit den ersten Hinweisen auf die US-Immobilienkrise getan habe. Ein Thema, das ich für extrem wichtig gehalten habe, das aber von der Mainstreampresse noch fast ein halbes Jahr ignoriert wurde.

Aber ich möchte mich nicht nur darauf beschränken Kontrapunkte zu setzen. Wenn es eine Geschichte über böse Heuschrecken gibt, werde ich diese genauso verlinken wie eine Geschichte über eine gute Heuschrecke (zumindest bemühe ich mich). Und die Geschichte in der FTD ist wirklich abenteuerlich ...

Darin wird von "Methoden, die man sonst nur aus Russland kennt" berichtet. Von kräftigen Männern, die einen der Beteiligten mal nicht ganz freiwillig zu den Felsen von Acapulco geleiten und von einer Firma, die zweimal gleichzeitig verkauft wird (und dafür auch zweimal kassiert wird). Top ist nicht nur das Drehbuch, sondern auch die Besetzung: Mit dabei u.a. Florian Homm, der Mann, dem manche Anleger in Scharen hinterherlaufen, obwohl er schon zweimal von heute auf morgen die Sachen hingeschmiessen hat und kaum mehr als Scherbenhaufen hinterlassen hat.

Das sind 5 Seiten, die sich wirklich lohnen: FTD: Dossier Schrecklich nette Investoren.

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