US Konjunkturüberblick

1.) Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe +1000 auf 349.000 in der letzten Woche. Die Zahl ist wacklig, weil viele Behörden nicht vollständig gearbeitet haben und die Zahlen nicht komplett sind. Der Ausbruch aus der Spanne von 300.000 bis 330.000 scheint aber bestätigt. Diese Spanne gilt allgemein als relativ neutral, bei Werten darüber zeigt der Arbeitsmarkt aber Schwächezeichen, die jetzt, bei knapp 350.000 auch nicht mehr wegdiskutiert werden können.

Initial jobless claims hit 349,000, up 1,000

2.) Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter stiegen im November um 0,1% gegenüber dem Vormonat. Diese Zahl schwankt extrem, daher rechnet man allgemein den Transportsektor heraus (das ist insbesondere die Luftfahrt, sprich Boeing). Diese etwas weniger schwankende Zahl steht dann bei minus 0,7%. Mir schwankt diese Zahl eigentlich immer noch zu stark und ich arbeite eher mit einem Durchschnitt (mind. über 3 Monate). Dieser sinkt aber auch schon und bestätigt damit den Abwärtstrend seit dem Spätsommer. Im Jahresvergleich hingegen sind die Auftragsbestände aber immer noch gut. Es sieht also eher nach Schwäche, denn nach sofortigem Weltuntergang aus ... Trotzdem wundert mich die Schwäche schon etwas, denn eigentlich sollte die US-Wirtschaft vom schwachen Dollar profitieren können.

November's durable-goods orders up 0.1%

3.) Das Vertrauen des US-Verbrauchers ist hingegen (nicht nur für mich) überraschend gestiegen. Im Dezember stand der Wert des Index des Conference Boards bei 88,6 (gegenüber 87,8 im November, der ebenfalls von 87,3 nach oben korrigiert wurde). Erwartet wurde ein Wert von 86,4.

Um von Entwarnung zu sprechen, ist es aber noch viel zu früh. Das zeigt schon ein Blick auf der Wert des Vorjahres, der noch bei 110 lag. Auch hier stehen die Zeichen klar auf Schwäche, aber nicht auf Weltuntergang.

U.S. consumer confidence gains in December

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