Wachstumsschätzung bis 2013

Da sag mal einer, meine Rezessionswette wäre mutig gewesen ...

Die US-Regierung traut sich eine Schätzung des Wirtschaftswachstums bis 2013 zu. Und dabei können die meisten nicht einmal das Wachstum für's nächste Jahr richtig schätzen. Schlimmer eigentlich noch: Nicht einmal das aktuelle Wachstum wird richtig bestimmt. Wie ich schon mal geschrieben habe, sind die Rezessionen immer erst im Nachhinein erklärt worden. So gab es beim letzten Mal an dem Zeitpunkt, an dem im Nachhinein die Rezession begonnen hat, noch eine Konsensschätzung von +1,5% Wachstum (siehe hier: Rezession und Leitzinssenkung - Gut für Aktien?)

Aber zurück zur Schätzung:

Die ganze Prognose scheint nicht mehr zu sein, als alle entscheidenden Parameter einfach fortzuschreiben. Wirtschaftswachstum von 5% nominal ist gut, also lassen; die Inflation beträgt 2% und darf auch nicht höher steigen, also lässt man die bei 2%. Und die Arbeitslosigkeit darf natürlich auch nicht steigen, also wird auch die bei knapp 5% einbetoniert.



Immerhin muss man der Prognose eines zugute halten: Sie macht das einzig Richtige: Sie schreibt die aktuellen Zahlen einfach fort. Denn einige Studien haben die Aussagekraft von Analystenprognosen untersucht und dabei festgestellt, dass das einfache Fortschreiben der aktuellen Zahlen eine geringere Fehlerquote hatte als die Schätzungen der hochbezahlten Volkswirte.

Dann hätte die Prognose der US-Administration allerdings auch darauf verzichten müssen, in einem Jahr 5,1% und im anderen 4,9% zu prognostizieren. Da fragt man sich dann doch wieder, woher diese Schwankungen kommen sollen oder ob man die nur eingebaut hat, damit das wie eine Prognose wirkt, die nicht einfach die Zahlen fortschreibt ...

Joint Press Release of the Council ...

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