Überblick: Immobilienmarkt in Großbritannien

Langsam kann auch ein Permabulle das Rüberschwappen der US-Immobilienkrise nach Europa nicht mehr leugnen.

Die Immobilienpreise in UK sind jetzt im fünften Monat hintereinander gefallen. Im Februar gingen die Preise um 0,6% zurück, im Jahresvergleich errechnet sich hingegen noch ein Plus von 1,1%. Beide Zahlen waren deutlich schwächer als erwartet.

Die Hauspreise haben den Höhepunkt also definitiv hinter sich.

Marketwatch: U.K. house prices see fifth monthly drop

Als Folge sackte das Britische Pfund weiter nach unten und fiel auf den niedrigsten Stand gegenüber dem Euro seit dessen Einführung.

In Großbritannien und den USA war die Entwicklung am Immobilienmarkt einfach zu vergleichbar: Hohe Preissteigerungen, lasche Kreditprüfungen, hoher Anteil variabel verzinster Kredite, generell hohe Verschuldung, niedrige Sparquote und am Ende nicht mehr zu übersehende spekulative Exzesse.

Naja, die Quittung dafür wird wohl ähnlich ausfallen wie beim großen Bruder auf der anderen Seite des Atlantiks.

Hoffnung auf eine schnelle Erholung gibt es kaum. Die Hypothekenzinsen fallen noch nicht und das Verbrauchervertrauen ist gerade auf eine 15-Jahres-Tief gefallen.

FAZ: Britisches Pfund - neues Rekordtief gegen den Euro

Marketwatch: Pound pressured as house prices drop

Und bald ist Spanien an der Reihe ...

Update (21:35):

Noch ein interessanter Artikel zum Thema in der FTD:

FTD: Banken verweigern Hausdarlehen

Die britischen Banken schränken danach die Hypothekenvergabe an Privathaushalte deutlich ein. Viele, die vor 12 Monaten noch problemlos eine Hypothek bekommen haben, würden heute keine mehr bekommen.

Nicht ganz überraschend ist die Lage in Spanien ähnlich.

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