Es gibt wieder Liquiditätsspritzen der Fed

Spätestens jetzt dürfte klar sein, dass wir uns aktuell in der zweiten Abwärtswelle befinden.

Wie schon im Herbst letzten Jahren müssen die Notenbanken die Liquidität anschieben. Scheinbar trauen sich die Banken nicht mehr über den Weg und leihen gegenseitig sich kein Geld mehr. Dann muss die Notenbank einspringen.

Die Summe ist noch unklar, aber statt wie geplant 30 Milliarden werden auf jeden Fall schonmal 50 Milliarden im Zinstender heute ausgeschrieben. Die Fed hat auch angekündigt, dass im Notfall weitere 100 Milliarden kurzfristig bereit gestellt werden könnten.

Inzwischen gehen die Märkte schon von einer weiteren Leitzinssenkung am nächsten Dienstag um 0,75 Prozentpunkte aus. Bei meiner letzten Wasserstandsabfrage waren es noch 0,50%.

FTD: Fed pumpt Milliarden in den Markt

Update (10:18):

OK, das kam schnell, aber wenn bei Herdentrieb was zum Thema steht ...

Robert von Heusinger weisst darauf hin, dass die Bundesanleihen inzwischen mit Spannen zwischen Geld- und Briefkurs von 10 Cent, statt üblicherweise 1 bis 2 Cent notieren. Der Bund (-Future) ist meines Wissens immer noch die liquideste (reglementierte) Markt der Welt. (Die Währungsmärkte Euro/Dollar und Dollar/Yen sind größer, aber das läuft ein großer Teil des Handels nicht über die Börsen)

Der Renditeabstand zwischen deutschen und italienischen Staatsanleihen ist auf 70 Basispunkte gestiegen. Das ist so viel wie noch nie, seit Italien den Euro hat.

Das ist sehr interessant, denn wenn in die ehemals liquidesten Märkten der Welt die Spannen so stark steigen, zeigt das, wie angespannt die Lage bei den Marktteilnehmern ist.

Liquiditätsalarm

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