US-Einzelhandelsumsätze um 0,6% gesunken

Ja huch, Überraschung.

Der amerikanische Verbraucher gibt zwar normalerweise Geld aus als gäbe es kein Morgen, aber irgendwann merkt er doch, dass Ausgaben > Einkommen eine schlechte Formel ist.

In der Vergangenheit hat man sich einfach eine höhere Hypothek auf seine Immobilie besorgt und lustig weiter konsumiert. Damit näherten sich die Höhe der Hypothek und der Wert der Immobilie immer weiter an. Inzwischen allerdings auch dann, wenn die Hypothek gar nicht mehr erhöht wird ... Bei vielen ist es schon so weit, dass die Hypothek sogar höher ist als der Wert der Immobilie.

Wir haben jetzt aus mathematischer Sicht also:

Ausgaben > Einkommen
UND
Hypothek > Wert der Immobilie

Und wenn das beides gleichzeitig eintrifft, tja dann (und ich behaupte auch nur dann) fährt der US-Verbraucher doch tatsächlich seine Konsumausgaben zurück. Minus 0,6% im Februar bei den Einzelhandelsumsätzen heisst der Ergebnis in den offiziellen Statistiken. Und nie vergessen: Die Retail Sales ist ein der wenigen Konjunkturzahlen, die nicht inflationsbereinigt sind. Inflationsbereinigt waren die Zahlen schon im Weihnachtsgeschäft schwach (auch wenn die Bruttozahlen für die Überschrift noch ganz nett aussahen), die ersten zwei Monate 2008 wurden aber auch nicht besser. Wenn man von den Zahlen noch 0,3 oder 0,4% Inflation abzieht, war der Dezember 1% im Minus, der Januar etwa unverändert und der Februar wieder 1% im Minus. Da der US-Verbraucher gut 2/3 der US-Wirtschaftsleistung ausmacht und gut 1/3 allein aus dem Einzelhandel stammt, kann die Rezession in den USA eigentlich nicht vermieden werden. So viel Cola können die USA gar nicht exportieren ...

FTD: US-Einzelhandel schürt Rezessionsangst

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