Zu viel Hebel kann auch das beste Investment zerstören

Sehr spannender Artikel im Wall Street Journal. Ein Interview mit Edward Thorp und Bill Gross von Pimco (Allianz Tochter).

Es geht um Risiko, Hebel und Money Management. Thorp hat am Anfang seiner Karriere ein Buch über Black Jack geschrieben. Darin wurde ein Methode beschrieben, bei der man die Karten zählen musste und darüber eine klitzekleinen Vorteil bekam. Allerdings nur, wenn man seine Einsätze nicht überreizte: Das was der Trader Money Management nennt. Später hat er erfolgreich Hedgefonds geleitet - mit ähnlichen Regeln wie beim Black Jack.

Bill Gross hat das Black Jack Buch im Krankenhaus gelesen, die Methode gelernt und aus 200 Dollar in Las Vegas 10.000 gemacht. Wow!

Im Interview finden sich direkt mehrere spannende Stellen. Dieses Zitat müsste eigentlich zum Klassiker werden:

"Any good investment, sufficiently leveraged, can lead to ruin." Edward Thorp.

(Jedes gutes Investment kann zum Ruin führen, man muss es nur hoch genug hebeln).

Auch diese (für Langzeit-Value-Investoren eigentlich typische) Aussage von Bill Gross ist gut:
We were recently a big buyer of municipal bonds, one-billion-plus. How did we know we paid the best price? We didn't. What we did know was that these are double-A quality credits that have very little chance of going bankrupt. We jumped in and crossed our fingers.
Gut, wir wissen nicht, ob der Preis noch weiter runter geht. Aber bei öffentlichen Anleihen ist das Ausfallrisiko generell recht gering und mit etwas Analyse findet man noch die heraus, die wirklich AA sind. Und dann kaufen und Daumen drücken.

Und zum Wochenende noch was Positives:
Fear creates opportunities. So as Bill was saying, this is probably a great time.

In jeder Krise stecken auch Chancen.

WSJ: Old Pros Size Up the Game

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